Die Elbehexen spielen die aktuelle Saison wie geplant zu Ende: Während Teams aus anderen Staffeln ihre Mannschaften teilweise zurückzogen, stellt sich der VfL Meißen auch dieser sportlichen Herausforderung.

Am ersten Spieltag dieses Wettkampfes reiste ein recht kleines Team im Zug nach Hamburg zum SC Alstertal-Langenhorn (Endstand 36:30). Einige Spielerinnen fehlten u.a. aufgrund von Abitur-Prüfungen oder Verletzungen . Deshalb konnte Trainerin Gundula Bleul nur acht Feldspielerinnen, darunter Juliane Würdig aus der dritten Mannschaft, plus zwei Torhüterinnen aufbieten. „Wir haben uns in Hamburg gut aus der Affäre gezogen und hätten in Normal-Besetzung vielleicht ein noch besseres Ergebnis erzielen können. Ich muss den Spielerinnen aber ein Kompliment machen, wie wir als Team agiert und uns präsentiert haben. Unsere Mannschaft entwickelt sich immer weiter, alleine deshalb war für mich die Entscheidung die Abstiegsrunde zu spielen, eine gute Maßnahme mit Blick auf die kommende Saison.“

Der mitgereiste VfL Meißen-Vorstand Paul Rinkewitz fungierte als Teammanager und war ob der langen Reise angetan: „Wir fuhren dieses Mal mit dem Zug, das war eine gute und gelungene Teambuilding-Maßnahme. In Hamburg konnten wir dabei den Hamburger Hafen entdecken, bevor wir uns auf den Weg in die Sporthalle machten. Ich sah eine Elbehexen-Mannschaft, die ein gutes Spiel machte und unsere Farben gut vertrat!“

VfL-Vorstand Paul Rinkewitz: „Wer A sagt, muss auch B sagen.“
Den Meißner – Verantwortlichen des Traditionsvereins war von Beginn an klar, dass die Zusage zur dritten Liga auch die Abstiegsrunde beinhalten könnte. Vor Start dieser zog der SC Riesa seine Bereitschaft zum gemeinsamen Handeln ab der Play-Down-Runde zurück. „Wir betreiben einen hohen Aufwand für hochklassigen Leistungshandball, angefangen vom Verein und seinen Mitarbeitern bis hin zu den Spielerinnen, die bis zu viermal die Woche trainieren und am Wochenende lange Reisen auf sich nehmen. Deshalb war die Zusage zur Abstiegsrunde aus unserer Sicht sportlich nur konsequent, denn wir haben vor der Saison „A“ gesagt und sagen nun bis zum Ende „B“, was für alle einen Mehraufwand bedeutet und wir unseren Spielerinnen und dem Trainergespann sehr hoch anrechnen. Dazu kommt der „Fair-Play-Gedanke“, diesen tragen wir als Verein voll mit“, erklärt der VfL-Vorsitzende.

Blick nach vorn: Noch zwei Heimspiele
Die Elbehexen spielen noch drei Spiele, davon zwei zuhause in der Sporthalle im Heiligen Grund. „Wirtschaftlich schultern wir die Rest-Saison nun als VfL Meißen komplett allein, freuen uns aber noch einmal auf die Events bei uns zuhause. Wir wollen noch einmal alles versuchen und uns damit auch bei unserem tollen Publikum und Partnern bedanken. Wir werden als VfL Meißen gestärkt aus der Liga und der Spielgemeinschaft gehen und blicken motiviert nach vorn!“

Gegner sind allesamt Vereine aus der Nordstaffel: Der SC Alstertal-Langenhorn (Hamburg) und kommenden Samstag die HG Owschlag-Kropp-Tetenhusen aus der Region Flensburg. Durch die Corona-Pandemie hatten die Fans wenig Möglichkeit ihre Elbehexen anzufeuern, deshalb gibt es jetzt noch einmal die Chance, die Elbehexen zu unterstützen: „Wir blicken noch einmal auf einen stimmungsvollen, gemeinsamen Abschluss“, so der VfL – Vorstand.

Die Heimspiele 3. Bundesliga Abstiegsrunde in der Sporthalle Heiliger Grund:
Samstag, 07.05.2022, 16:00 Uhr: Elbehexen vs. HG Owschlag-Kropp-Tetenhusen
Samstag, 22.05.2022, 15:00 Uhr: Elbehexen vs. SC Alstertal-Langenhorn