Saisonstart beim Frankfurter HC: So gehen die Elbehexen in die dritte Liga

Die SG Meißen/Riesa hat sich für den Weg in die dritte Liga entschieden. Pandemiebedingt konnte der Tabellenführer der Mitteldeutschen Oberliga in die dritthöchste deutsche Spielklasse aufrücken.

Die Frauenhandball‐Hochburg Meißen/Riesa bot in der Vergangenheit hochklassige Duelle in der DDR‐ Oberliga, der gesamtdeutschen ersten und zweiten Bundesliga, bis die Elbehexen fast in Vergessenheit gerieten.

Rinkewitz: „Stolz auf das bisher Erreichte“

Nach dem Zusammenschluss des VfL Meißen mit der Handballabteilung des SC Riesa zur Spielgemeinschaft Meißen/Riesa wurden die Elbehexen wieder aus der „Taufe gehoben“. „Die Elbehexen sind ein bekannter Name in der Sportlandschaft des Landkreises Meißen, in Sachsen und in Deutschland. Beim VfL Meißen fokussieren wir uns seit vielen Jahren konzentriert auf die Jugendarbeit, der familiäre Verein ist stetig organisch gewachsen. Mit den Elbehexen haben wir nun wieder ein Zugpferd, um hochklassigen Leistungssport im Erwachsenenbereich repräsentieren zu können“, ist VfL Meißen‐Vorstand Paul Rinkewitz stolz auf das bisher erreichte.

Auch der stellvertretende Handballabteilungsleiter des SC Riesa, Hardy Richter, blickt gespannt auf die kommende, gemeinsame Zeit: “Unsere Spielgemeinschaft bietet einen besonderen Reiz, beide Städte stehen hinter dem jungen Projekt. Wir sind uns unserer Verantwortung dem Namen und der Region gegenüber bewusst und wollen mit vereinten Kräften an vergangene Zeiten anknüpfen."

„Neue Strukturen schaffen, nachhaltig wirtschaften und Partner begeistern“

„Dieser Weg (wird kein leichter sein)“ – dieses Lied beschreibt wohl die aktuelle Ausgangslage der Elbehexen. Doch genau aus diesem vom deutschen Sommermärchen der WM 2006 geprägten Song lässt sich eine enorme Motivation ableiten: „Wir sind mit dem Bewusstsein angetreten, keinen leichten Weg zu beschreiten, die Pandemie tat ihr übriges gegen die Weiterentwicklung vieler Vereine, uns eingeschlossen. Unser Projekt Elbehexen ist sicherlich ambitioniert, bedingt dabei solides, nachhaltiges Wirtschaften und soll neue Fans und Partner begeistern. Dabei sind wir ein seriöser und verlässlicher Partner für unsere Unterstützer und Förderer. Wir werden unsere Ziele verfolgen, weitere Strukturen legen und wollen uns gesamtheitlich weiterentwickeln“, skizziert Paul Rinkewitz die ersten Ziele des Projekts.

Elbehexen: „Handball Daheeme“

Begleitend zu den ersten Schritten launchten die Elbehexen ihren neuen Slogan: „Handball Daheeme“. Auch wenn man es wahrscheinlich nicht besonders betonen müsste: Die Elbehexen wollen damit regionalen, externen wie internen Zusammenhalt und heimische Identifikation repräsentieren. Dazu werden Herkunft und Tradition mit Zukunftsausrichtung in sächsischer Dialektik unterstrichen.

„Daheeme ist es doch am Scheensten, sagt man in Sachsen. Wir leben in einer der schönsten Regionen Deutschlands, unser sächsischer Freistaat mit dem Landkreis Meißen, seinen Orten und Menschen, ist nach unserem Bewusstsein der schönste Ort auf unserer Erde. Deshalb wollen wir die Elbehexen „Handball Daheeme“ mit Stolz nach innen und außen repräsentieren“, umschreibt Elbehexen‐Manager Sören Wennerlund den ersten Schritt der Neuausrichtung.

Der neue Slogan, eingebettet in eine Präsentation, bekam sofort ein tolles Feedback: Bei einem ersten Treffen des Landrates mit den Bürgermeistern der Städte Meißen und Riesa mit den Vereinsvertretern wurden aktuelle und zukünftige Themen rund um den Spitzenhandball mit den Elbehexen besprochen und Möglichkeiten der Förderung und Zusammenarbeit erörtert. (sw)