Die Elbehexen haben am Sonntagnachmittag einen Rückschlag im Abstiegskampf hinnehmen müssen. Der Aufsteiger von der Elbe verlor am Sonntag gegen den bisher punktlosen SV Union Halle-Neustadt verdient mit 25:36 (15:18).

Nach einer guten Anfangsphase führten die Eichhorn-Schützlinge schnell mit drei Toren, besonders Jasmin Müller und Lena Thomas glänzten in der Anfangsphase für die Elbehexen. Bis zum 11:9 gestaltete sich die Partie offen, auch Youngster Emma Bauer setzte bis dahin zwei Treffer und rackerte am Kreis unermüdlich.

Die angeschlagene Josephine Hessel griff erst später in die Partie ein, Neuzugang Athanasia Tsitlakidou fehlte aus privaten Gründen. Dafür holte sich Athina Vasileadou bis zur 19 Spielminute zwei 2-Minuten-Strafen ab und musste in der 51. Minute dank ihrer dritten Strafe duschen gehen. „Unsere Mannschaft hat trotz der Niederlage bis zum Schluss unermüdlich gerackert, das zeugt von einer guten Moral und das nehmen wir heute für uns mit. Morgen geht es mit dem Trainings-Montag weiter. Wir werden die Niederlage abschütteln, ruhig bleiben und vorausschauen“, gab sich VfL Meißen-Vorstand Paul Rinkewitz nach dem Spiel kämpferisch und fügte an: „Klar hätten wir heute die zwei Punkte gerne bei den Elbehexen behalten, aber Halle-Neustadt war heute wirklich sehr gut aufgelegt. Sie haben unheimlich clever agiert und unsere Fehler eiskalt ausgenutzt. Deshalb Glückwunsch nach Sachsen-Anhalt an die Mannschaft von Martyna Rupp!“

Halle powert mit Kreitczick, Reppe & Co.

Den Erfolg wechselte Trainerin Martyna Rupp mit Justine Schmitz (7 Tore) spät ein: Die effektive Halblinke bestach durch Treffsicherheit, Übersicht und Cleverness. Aber auch Toni Reppe (4 Treffer) zog ihre Mitspielerinnen mit, es trafen zudem fast alle ihrer Mannschafts-Kameradinnen. Dazu erwischte Torhüterin Anja Kreitczick einen Sahnetag und entschärfte viele freie Bälle. Auf der Gegenseite wurde „Hexerin“ Manuela Winter für Neuzugang Linda Pilot getauscht, die ihre Sache ordentlich machte, aber dem Hallenser-Druck auch nichts entgegen setzen konnte.

„Wir haben unser Spiel die ersten 25 Minuten gut gestaltet. Die Chancen wurden genutzt, in der Abwehr waren wir da. Ab dort sind wir sehr fahrlässig mit unseren Chancen umgegangen, zahlreiche Versuche wurden nicht verwertet“, so Trainer Mike Eichhorn mit seinen ersten Eindrücken nach dem Spiel. Der Elbehexen-Coach weiter: „Heute haben wir keine Geduld bewiesen und unsere Chancen nicht genutzt, daran müssen und werden wir arbeiten!“

Leichter wird es nicht! Am nächsten Samstag reisen die Elbehexen zu den Rostock Dolphins: Die Nordlichter wussten mit einigen Neuverpflichtungen zu glänzen und zählen zum Kreis der Aufstiegskandidaten.