Wenn am kommenden Sonntag gegen die Hamburgerinnen vom SC Alstertal-Langenhorn der Schlusspfiff in der Sporthalle Heiliger Grund ertönt, ist dies gleichzeitig das Signal für den VfL Meißen seine lange Tradition wieder auf eigenen Wegen fortzuführen: Die Spielgemeinschaft mit dem SC Riesa endet mit dem letzten Auswärtsspiel bei der HG O-K-T im Landkreis Rendsburg-Eckernförde offiziell eine Woche später.

„Es war ein steiniger Weg, ein aufregendes Jahr und es wurde die erwartet schwere sportliche Herausforderung in der 3. Handball Bundesliga. Auch wenn dieser Weg nun eine Etage tiefer weiter geht, sind wir sehr stolz auf unsere Mannschaft, bestehend aus vielen Eigengewächsen der Region und einigen erfahrenen Spielerinnen“, blickt VfL Meißen-Vorstand Paul Rinkewitz auf die Saison 2021/2022.

Mit viel Euphorie und dem Heimsieg gegen Pfeffersport Berlin gestartet, konnten sich die Elbehexen im weiteren Verlauf oft nicht belohnen und mussten teils herbe Dämpfer hinnehmen. Verletzte oder beruflich stark verhinderte und als Mannschaftsteil eingeplante Akteurinnen wurden durch nachrückende Eigengewächse ersetzt. Das Trainerteam Gundula Bleul und Andreas Bauer übernahm den Trainerposten bis zum Saisonende, sie entwickelten die Mannschaft Schritt für Schritt weiter.

Dabei schwammen sich die jungen Nachwuchsspielerinnen im Lauf der Saison immer weiter frei und erkämpften sich ihren Platz im Mannschaftsgefüge. Die Elbehexen schnupperten mit guten Leistungen am Erfolg und errangen Teilerfolge, ein Klassenunterschied war oft nicht zu erkennen. Leider belohnte sich die Mannschaft um die erfahrenen Aktivposten Jasmin Helen Müller und Athina Vasileadou bis auf einen Sieg und zwei Unentschieden nicht, rutschte somit in die Abstiegsrunde.

„Gundula Bleul und Andreas Bauer sprangen als Trainergespann für die Mannschaft und den Verein in die Bresche und leisteten hervorragende Arbeit. Dieses Herzblut und Engagement für den VfL kann man nicht hoch genug anrechnen“, bedankt sich der Vereinsvorsitzende Paul Rinkewitz bei den Interims-Trainern. Das Duo Bleul/Bauer wird sich künftig wieder vermehrt ihren Kern-Aufgaben im Jugendbereich widmen.

Der VfL Meißen entwickelt sich weiter
Der traditionsreiche Frauenhandball-Standort wurde ab der Gründung 1993 durch den VfL Meißen fortgeführt und darf 2023 sein 30-Jähriges Bestehen feiern. Die kontinuierliche Arbeit im leistungsorientierten Jugendbereich wird künftig durch die eigene, hochklassig agierende Mannschaft untermauert. Zudem verbleibt der Markenname „Elbehexen“ beim VfL und soll in Meißen mit weiteren Inhalten gefüllt werden – die „Hexenschule“ und die „Junghexen“ im Jugendbereich sind mittlerweile fest verankert. Dazu Paul Rinkewitz: „Nicht nur sportlich als Team, sondern auch in anderen Vereinsbereichen haben wir viel gelernt und es geschafft, unsere Strukturen im Umfeld weiterzuentwickeln. Diese Entwicklung bringt uns als Verein voran und motiviert uns, weiter an der Zukunft des hochklassigen Handballs im Elbland als VfL Meißen zu arbeiten.“

Letztes Heimspiel der Saison: Eintritt frei!
Zum letzten Aufgalopp in eigener Halle lädt der VfL Meißen alle Zuschauer, Fans und Partner ein: Der Eintritt ist frei! Anwurf in der Heimstätte Heiliger Grund der Elbehexen ist um 15.00 Uhr. Die Verantwortlichen: „An dieser Stelle danken wir unseren Partnern, Zuschauern, Fans & ehrenamtlichen Mitarbeitern für die Unterstützung und Hilfe! Gemeinsam mit unseren erfolgreichen Nachwuchsteams wollen wir diesen Tag feiern und hoffen noch einmal auf ein spannendes Spiel in der Abstiegsrunde der 3. Handball Bundesliga gegen den SC Alstertal-Langenhorn.“