Die SG Meißen/Riesa verlor am Sonntag Nachmittag gegen den SV Grün-Weiß Schwerin verdient mit 20:34 (6:18) und musste eine bittere Heimniederlage einstecken. Die Eichhorn-Truppe hinterließ zur Halbzeit und nach Spielende enttäuschte Zuschauer, die bei bestem Herbstwetter in die BSZ – Halle nach Meißen gekommen waren und sich insgeheim sicherlich mehr erhofft hatten.

So bemerkte das fachkundige Ebehexen-Publikum sehr schnell, dass die Nordlichter die weite Strecke nicht angereist waren, um die Punkte in Sachsen abzugeben. Die jungen Schwerinerinnen waren von Beginn an hellwach und starteten einen 0:5-Lauf, während die Heim-Mannschaft im Angriff bei ausgeglichenen Beginn jegliche Chancen liegen lies und oft überhastet versuchte, zum Torerfolg zu kommen. Die in Grün-Weiß gekleideten Mecklenburg-Vorpommerinnen agierten mit Daria Rassau, Charlotte Zufelde und Anna Sophie Schulz fast nach Belieben, spielten ihre Angriffe ruhig aus und düpierten die heimische Abwehr das eine oder andere Mal. Torhüterin Linda Pilot hielt ihre Mannschaft dennoch im Spiel, feuerte ihre Vorderfrauen an und verhinderte erstmal Schlimmeres. Sie zeigte an diesem sonnigen Sonntag ihre wohl beste Leistung seit ihrem Wechsel von der SG Dresden-Klotzsche zu den Elbehexen.

Torhüterin Manuela Winter: “Enttäuschte Gesichter unserer Fans verständlich!"

Die erfahrene Torhüterin, die in der zweiten Hälfte für Linda Pilot agierte: “Ich bin nach unserer heutigen Leistung maßlos enttäuscht. Was wir uns vorgenommen hatten, konnten wir nicht umsetzen. Dementsprechend ist meine Laune an diesem sonnigen Tag leider völlig im Keller und die enttäuschten Gesichter unserer Zuschauer für mich völlig verständlich. Wenn wir unser Saisonziel “Klassenerhalt" erreichen wollen, haben wir noch viel Arbeit vor uns!"

Zweite Hälfte lässt hoffen

Beim 0:5 und auch beim 3:12 nahm Elbehexen – Trainer Mike Eichhorn seine ersten beiden Auszeiten und versuchte, seine Marschroute zu ändern: Diese Maßnahmen waren jedoch trotz lautstarker Instruktionen des sonst besonnen agierenden Trainers nicht von Erfolg gekrönt; das Heimteam sollte sich vom schnellen Rückstand zu Beginn nicht mehr erholen. In der zweiten Hälfte schaltete Schwerin merklich einen weiteren Gang zurück und wechselte seinerseits munter durch. Ein seltener Luxus, den sich eine Mannschaft in der dritten Liga leisten kann: Zu stark war an diesem Nachmittag das homogene `Kollektiv` aus dem hohen Norden für die oft pomadig agierenen Elbehexen.

Zum Ende des Spiels gelangen den Elbehexen noch einige schöne Spielzüge, Schwerin ließ da jedoch merklich ´die Zügel schleifen´. Dennoch konnten die Heim-Fans einige gelungene Aktionen ihrer Mannschaft beklatschen und unterstützen ihre Elbehexen bis zum Schlusspfiff, was die Mannschaft als ´positives Momentum´ dieses Tages mitnehmen kann und als Motivation nutzen sollte. Danke Fans!!!

Nachwuchs rackert und setzt erste Impulse
Im Bundesligaspiel zeigten die Meißner-Nachwuchsspielerinen, das mit ihnen in Zukunft zu rechnen sein kann. Emma Bauer(startete von Beginn an) am Kreis ackerte unermüdlich und verdiente sich dabei ob ihrer kämpferischen Leistung Bestnoten. Rückraum-Mitte-Talent Emelie Bleul (1 Tor) wurde später genauso eingesetzt wie Celin Mähler, die mit zwei Treffern erfolgreich war. Melina Thielsch vervollständigte die “Meißner-Girlsgroup" und konnte ein Tor beisteuern.