Am Sonntag gastiert der Berliner TSC bei den Elbehexen, dabei kommt es um 15.00 Uhr in der Sporthalle Heiliger Grund zum Aufeinandertreffen zweier ostdeutscher Traditionsvereine.

Der Berliner TSC e.V. wurde am 18. Februar 1963 aus dem Zusammenschluss der drei Vereine SC Rotation Berlin, SC Einheit Berlin und des TSC Oberschönweide als TSC Berlin gegründet. In den 1970ern war die Handball-Abteilung eines der Aushängeschilder des Vereins. Besonders hervorzuheben waren in dieser Zeit die Handballerinnen, welche dreimal hintereinander einen Europapokal gewinnen konnten. 1977 und 1979 gewann man jeweils den Europapokal der Pokalsieger, 1978 den Europapokal der Landesmeister. Weiterhin wurden die Damen des TSC viermal DDR-Meister.[6] Mit sechs Erfolgen im FDGB-Pokal und einem im DHV-Pokal war der TSC Berlin Rekordpokalsieger der DDR. Viele Spielerinnen wurden für die ebenfalls sehr erfolgreiche Nationalmannschaft (u. a. Weltmeister 1971, 1975 und 1978 sowie Silber bzw. Bronze bei den Olympischen Sommerspielen 1976 bzw. 1980) abstellten.

Lange Tradition verbindet beide Klubs
Schon zu DDR-Zeiten waren auch die Handballerinnen aus Meißen erfolgreich, zuerst als BSG Chemie Meißen, danach als „BSG Blaue Schwerter Meißen“. Sie spielten in der DDR-Oberliga und in der zweiten Liga im damals sozialistischen Teil Deutschlands. Nach der Wende warfen die besten Handballerinnen der Gegend für den SV Blau-Weiß Meißen die Tore, ab der Saison 1993/1994 beim neugegründeten VfL Meißen.

In Chemnitz fast erfolgreich
Der Aufwärtstrend der jungen Elbehexen wurde beim letzten Spiel in Chemnitz leider nicht belohnt. “Unsere Mannschaft hat sich nach dem Spiel beim Tabellennachbarn am meisten geärgert, wir waren so dicht dran. Einzig unsere Chancenverwertung war der Knackpunkt, es war dennoch ein Spiel, auf dem wir weiter aufbauen können", so VfL-Vorstand Paul Rinkewitz. Lena Thomas steuerte acht Tore bei – auch Jamsin Helen Müller (4) und Athina Vasileiadou (6 Tore) waren erfolgreich.

Der Berliner TSC wird mit einer jungen Mannschaft anreisen, Trainerin ist die ehemalige Bundesligaspielerin Steffi de Beer (Berlin, Buxtehude). Top-Torschützin ist Josephin Keßler mit 87 Treffern. Der Tabellenvorletzte wird alles daransetzen, zumindest seine Position zu behalten und die Punkte mit in die Abstiegsrunde zu nehmen.